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So, nun meine Zusammenfassung. Ich mache es stichpunktartig. Meine Selbsteinschätzung habe ich noch angehängt, damit ich nicht so viel tippen muss.
- für Dr Löhde ist der Fall klar, dass ich OP-würdigen Reflux habe - er meint konservativ ist bei mir nicht mehr viel zu machen, da ich schon alles probiert habe - Dr Löhde scheint ein abweichendes Verständnis zur Pathogenese der Refluxerkrankung zu haben, was von der gesamten etablierten Medizin abweicht, wenn ich es richtig verstanden habe - dies und dass es nur einen Operateur für die Methode in D gibt, macht mich skeptisch, da ich es für unwahrscheinlich halte, dass die gesamte Medizin falsch liegen soll und nur ein Außenseiter die Wahrheit gefunden haben soll - allerdings scheint es viele positive OP Berichte zu Löhde zu geben, wobei ich auf FB auch schon negative Berichte gelesen habe - so ganz klar ist mir weder die Erklärung der Refluxerkrankung durch Dr Löhde noch sein OP Prinzip. hier muss ich mich noch einarbeiten - ich sehe es insbesondere für mich kritisch, weil ich als Ursache meines Refluxes (zumidnest partiell) eine Schädigung des Vagusnerv in der oberen HWS vermute (durch Spritzen verursacht) und da würde mir eine OP am Zwerchfell vermutlich nix bringen - OP Methode nach Löhde dürfte nicht eine so gute Nachverfolgung haben wie z.B. Fundo-Patienten in klinischen Studien - auch hat Dr. Löhde einen Bias in der Sache (da er selbst die Methode erfunden hat und auch emotional daran hängt, dürfte er eher nicht die notwendige kritische Distanz haben, das möglichst objektiv zu beurteilen) - Dr Löhde hat nur das Ergebnis meiner Gastroskopie und Symptombeschreibung und daraus schon eine OP Indikation gestellt, ohne weitere Untersuchungen, was ich auch etwas seltsam finde - desweiteren geht er von einer "verschiebung" der organe im Thorax aus (was wohl seine Erklärhypothese für den Reflux allgemein ist), ohne dass er in meinem Fall bildgebende Evidenz dafür hat (was ich auch wiederum etwas seltsam finde)
So, das wären jetzt meine Eindrücke, die natürlich auch subjektiv sind.
- was ich jetzt tun werde: Diagnostik in einem Refluxzentrum komplettieren - andere Spezialisten noch kontaktieren: Ablassmaier, Zarras/Düsseldorf, Friedrichshafen (Methode Refluxstop) - parallel dazu Einarbeitung in Anatomie und die verschiedenen OP-Methoden - dann Entscheidung, ob OP ja oder nein (vermutlich ja) und welche OP-Technik (derzeit für mich unklar)
[[File:selbsteinschätzung_mod.pdf]]
Markus
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Zitat von Markus im Beitrag #1So, nun meine Zusammenfassung. Ich mache es stichpunktartig. Meine Selbsteinschätzung habe ich noch angehängt, damit ich nicht so viel tippen muss.
- für Dr Löhde ist der Fall klar, dass ich OP-würdigen Reflux habe - er meint konservativ ist bei mir nicht mehr viel zu machen, da ich schon alles probiert habe - Dr Löhde scheint ein abweichendes Verständnis zur Pathogenese der Refluxerkrankung zu haben, was von der gesamten etablierten Medizin abweicht, wenn ich es richtig verstanden habe - dies und dass es nur einen Operateur für die Methode in D gibt, macht mich skeptisch, da ich es für unwahrscheinlich halte, dass die gesamte Medizin falsch liegen soll und nur ein Außenseiter die Wahrheit gefunden haben soll
Dr. Löhde gehört zu den wenigen Ärzten, die auf diesen Gebiet forschen. Er ist derzeit (meines Wissen) der einzige Chirurg, der eine echte Zwerchfellreparatur durchführt. Dementsprechend ist sein Verständnis in vielen Bereichen deutlich fortgeschrittener , als dem seiner Kollegen. Erwähnen sollte man aber auch, dass die generelle Ärzteschaft in Sachen Refluxforschung ziemlich rückständig sind. Noch immer gibt es neben der Löhde Hiatusplastik keine weitere stabile Version, die das Zwerchfellgewebe repariert und verstärkt. Man missachtet die Gewebestärke der Patienten und hantiert (trotz immenser Krafteinwirkung aufs Zwerchfell) noch immer mit der Fadennaht herum, die im Zweifelsfall mit oberflächlichen Netzen stabilisiert wird. Auch ist das ganze Refluxkonstrukt (Zusammenspiel der Organe ) noch immer nicht erforscht. Die Hilflosigkeit der Ärzteschaft erkennt man derzeit an der LPR Erkrankung.
Zitat von Markus im Beitrag #1 - allerdings scheint es viele positive OP Berichte zu Löhde zu geben, wobei ich auf FB auch schon negative Berichte gelesen habe
Auf Facebook würde ich nicht viel geben. Zumindest nicht ohne handfeste Beweise.
Zitat von Markus im Beitrag #1 - so ganz klar ist mir weder die Erklärung der Refluxerkrankung durch Dr Löhde noch sein OP Prinzip. hier muss ich mich noch einarbeiten
Das Prinzip ist schnell erklärt. Die Refluxkontrolle funktioniert durch das Zusammenspiel der Organe (Speiseröhre, Magenspinkter und die Druckzonen-Wiederherstellung).
Zitat von Markus im Beitrag #1 - OP Methode nach Löhde dürfte nicht eine so gute Nachverfolgung haben wie z.B. Fundo-Patienten in klinischen Studien
Das ist Theorie. In der Praxis ist der Patient oftmals auf sich allein gestellt, da eine Rezidiv OP kaum jemand durchführen möchte.
Zitat von Markus im Beitrag #1 - auch hat Dr. Löhde einen Bias in der Sache (da er selbst die Methode erfunden hat und auch emotional daran hängt, dürfte er eher nicht die notwendige kritische Distanz haben, das möglichst objektiv zu beurteilen)
Objektiv zu was ? Andere Verfahren ? Er kennt die ganzen OP Varianten selbst sehr gut. Hat selbst jahrelang die Fundoplicatio praktiziert und spricht in der Regel recht offen darüber.
So, das wären jetzt meine Eindrücke, die natürlich auch subjektiv sind.
- was ich jetzt tun werde: Diagnostik in einem Refluxzentrum komplettieren - andere Spezialisten noch kontaktieren: Ablassmaier, Zarras/Düsseldorf, Friedrichshafen (Methode Refluxstop) - parallel dazu Einarbeitung in Anatomie und die verschiedenen OP-Methoden - dann Entscheidung, ob OP ja oder nein (vermutlich ja) und welche OP-Technik (derzeit für mich unklar)
Zitat von Markus im Beitrag #1So, nun meine Zusammenfassung. Ich mache es stichpunktartig. Meine Selbsteinschätzung habe ich noch angehängt, damit ich nicht so viel tippen muss.
- für Dr Löhde ist der Fall klar, dass ich OP-würdigen Reflux habe - er meint konservativ ist bei mir nicht mehr viel zu machen, da ich schon alles probiert habe - Dr Löhde scheint ein abweichendes Verständnis zur Pathogenese der Refluxerkrankung zu haben, was von der gesamten etablierten Medizin abweicht, wenn ich es richtig verstanden habe - dies und dass es nur einen Operateur für die Methode in D gibt, macht mich skeptisch, da ich es für unwahrscheinlich halte, dass die gesamte Medizin falsch liegen soll und nur ein Außenseiter die Wahrheit gefunden haben soll - allerdings scheint es viele positive OP Berichte zu Löhde zu geben, wobei ich auf FB auch schon negative Berichte gelesen habe - so ganz klar ist mir weder die Erklärung der Refluxerkrankung durch Dr Löhde noch sein OP Prinzip. hier muss ich mich noch einarbeiten - ich sehe es insbesondere für mich kritisch, weil ich als Ursache meines Refluxes (zumidnest partiell) eine Schädigung des Vagusnerv in der oberen HWS vermute (durch Spritzen verursacht) und da würde mir eine OP am Zwerchfell vermutlich nix bringen - OP Methode nach Löhde dürfte nicht eine so gute Nachverfolgung haben wie z.B. Fundo-Patienten in klinischen Studien - auch hat Dr. Löhde einen Bias in der Sache (da er selbst die Methode erfunden hat und auch emotional daran hängt, dürfte er eher nicht die notwendige kritische Distanz haben, das möglichst objektiv zu beurteilen) - Dr Löhde hat nur das Ergebnis meiner Gastroskopie und Symptombeschreibung und daraus schon eine OP Indikation gestellt, ohne weitere Untersuchungen, was ich auch etwas seltsam finde - desweiteren geht er von einer "verschiebung" der organe im Thorax aus (was wohl seine Erklärhypothese für den Reflux allgemein ist), ohne dass er in meinem Fall bildgebende Evidenz dafür hat (was ich auch wiederum etwas seltsam finde)
So, das wären jetzt meine Eindrücke, die natürlich auch subjektiv sind.
- was ich jetzt tun werde: Diagnostik in einem Refluxzentrum komplettieren - andere Spezialisten noch kontaktieren: Ablassmaier, Zarras/Düsseldorf, Friedrichshafen (Methode Refluxstop) - parallel dazu Einarbeitung in Anatomie und die verschiedenen OP-Methoden - dann Entscheidung, ob OP ja oder nein (vermutlich ja) und welche OP-Technik (derzeit für mich unklar)
[[File:selbsteinschätzung_mod.pdf]]
Deine Entscheidung erst einmal alle Spezialisten und Verfahren auszuloten finde ich sehr vernünftig. Um sich ein objektives Bild zu machen ist die Kenntnis der Anatomie sicher Voraussetzung (da hapert es bei mir irgendwie auch immer noch). Hoffentlich lässt du uns an deiner Recherche und Selbsteinschätzung teilhaben.
Hi Markus, ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit Herrn Dr. Löhde und meine Gedanken zu dem Thema sind ähnlich zu deinen. Etwas merkwürdig fand ich, dass Herr Löhde direkt meinte eine OP als notwendig zu erachten, obwohl ich momentan mit PPI (20mg Omep) gut klar komme. Ebenfalls war mir nicht ganz schlüssig, warum er meinte, dass nach der OP keine Belastungsgrenzen gelten, obwohl dies ja in der Praxis schon mehrfach widerlegt wurde. Des Weiteren kann ich mir nicht ganz erklären, warum das Herz einen "Pumpeffekt" auf die Speiseröhre haben soll. Das Herz führt ja schließlich keine Rollbewegung aus, sondern "drückt" höchstens auf die Speiseröhre. (Ich kenne mich mit der Anatomie ganz gut aus, da ich beruflich viel mit diesem Thema zu tun habe). Er hat ebenfalls alle anderen Chirurgen und OP-Methoden sehr schlecht geredet.
Eine kurze Frage zu deiner Selbsteinschätzung: Bringst du deinen stärkeren Reflux mit dem Kraftsport in Verbindung? Ich habe die Befürchtung, dass ich meinen Bruch auch hierdurch verschlimmert haben könnte.
Zitat von hanno96 im Beitrag #4Hi Markus, Des Weiteren kann ich mir nicht ganz erklären, warum das Herz einen "Pumpeffekt" auf die Speiseröhre haben soll. Das Herz führt ja schließlich keine Rollbewegung aus, sondern "drückt" höchstens auf die Speiseröhre. (Ich kenne mich mit der Anatomie ganz gut aus, da ich beruflich viel mit diesem Thema zu tun habe).
Das Herz hat durch seinen Herzschlag einen gewissen Einfluss auf die Speiseröhre. Das konnte ich vor Ort anhand eines MRT/CT Videos gut erkennen. Diese Theorie wird auch durch Kardiologen unterstrichen, mit denen Dr. Löhde zusammenarbeitet.
Zitat von hanno96 im Beitrag #4 Er hat ebenfalls alle anderen Chirurgen und OP-Methoden sehr schlecht geredet.
Kann man ihn nicht übel nehmen. Die angebotenen Methoden sind auch durchgehend "schlecht" und basieren lediglich auf gesundheitsgefährdende Bypass-Lösungen, anstatt das eigentliche Problem anzugehen und zu reparieren.
Zitat von hanno96 im Beitrag #4Hi Markus, Des Weiteren kann ich mir nicht ganz erklären, warum das Herz einen "Pumpeffekt" auf die Speiseröhre haben soll. Das Herz führt ja schließlich keine Rollbewegung aus, sondern "drückt" höchstens auf die Speiseröhre. (Ich kenne mich mit der Anatomie ganz gut aus, da ich beruflich viel mit diesem Thema zu tun habe).
Das Herz hat durch seinen Herzschlag einen gewissen Einfluss auf die Speiseröhre. Das konnte ich vor Ort anhand eines MRT/CT Videos gut erkennen. Diese Theorie wird auch durch Kardiologen unterstrichen, mit denen Dr. Löhde zusammenarbeitet.
Zitat von hanno96 im Beitrag #4 Er hat ebenfalls alle anderen Chirurgen und OP-Methoden sehr schlecht geredet.
Kann man ihn nicht übel nehmen. Die angebotenen Methoden sind auch durchgehend "schlecht" und basieren lediglich auf gesundheitsgefährdende Bypass-Lösungen, anstatt das eigentliche Problem anzugehen und zu reparieren.
Das Schema wird bei der Löhde Methode und im erweiterten Bicorn 2.0 (Standort Zürich) angewendet.
Figure 8 Schematic illustration of the origin of reflux. (A) Stable crura keep the oesophagus in its ventral position distanced from the aorta. They ensure a regular concave ascent of the oesophagus by about 45 degrees and thus the decisive functional coupling to the pressure zone of the heart. (B) Collapse of the oesophageal hiatal unit. The crura spilt apart and the oesophagus slipped dorsally. The angle of ascent is flattened and the oesophagus is decoupled from the heart. The three-dimensional composition of the cardioesophageal pump and thus its function is impaired. C, crura; E, oesophagus; A, aorta.
Interessant ist hierzu auch das Peer-Review-File (Quasi eine Art Bewertung des Papers durch unabhängige (!) Wissenschaftler), in welcher Dr. Löhde durchweg positives Feedback erhält, bzw. seine Hypothese für durchweg plausibel gehalten wird: https://ls.amegroups.com/article/view/7576/prf
Meine Kardiologin bestätigt das auch, das die Pump Bewegung des Herzens Einfluss auf die Speiseröhre hat. Das natürlich auch nur, wenn die Speiseröhre sich in ihrer anatomische richtigen Lage befinde. Und nur dann ist gewährleist, das die Pump Bewegung hoch steigende Säuren und Gase in den Magen zurück befördert. So Dr. Löhde.
Hmmm, demnach könnte meine Speiseröhre nach zwei OPs vielleicht immer noch nicht anatomisch korrekt liegen? Da spielt der Zustand des Spinkthers aber bestimmt auch ein Rolle.
Vielen Dank für deine ausführliche Reflexion über das Gespräch und die verschiedenen Optionen. Hast du dich inzwischen für eine OP-Variante entschieden?
Zitat von SyHa im Beitrag #10Meine Kardiologin bestätigt das auch, das die Pump Bewegung des Herzens Einfluss auf die Speiseröhre hat. Das natürlich auch nur, wenn die Speiseröhre sich in ihrer anatomische richtigen Lage befinde. Und nur dann ist gewährleist, das die Pump Bewegung hoch steigende Säuren und Gase in den Magen zurück befördert. So Dr. Löhde.
Ich finde das auch plausibel. Meine Erfahrung war doch, dass Dr. Löhde unwillig zur OP war, also ganz im Gegenteil zu was andere Mitglieder des Forums erzählen.
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