Hier kann ein Erfahrungsaustausch zwischen den betroffenen Menschen erfolgen. Es war mir damals wichtig dieses Forum zu erstellen um von meiner Leidenszeit und Erfahrungen zu berichten und vor allem um anderen Betroffenen ein wenig die Angst zu nehmen. Mir hätte das damals sehr geholfen, denn ich stand völlig alleine da. Einzig ein Gästebuch von meinem späteren Operateur gab mir ein wenig Hoffnung aber eben nur ein wenig, da ja nur positives darin stand. Hier soll ein freier Meinungsaustausch erfolgen ohne irgendwelche Menschen zu beleidigen oder schlecht zu reden. Bitte verhaltet euch fair zueinander! Jeder ist für sein Geschriebenes selbst verantwortlich und stellt seine Beiträge dauerhaft und kostenfrei zur Verfügung.
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wer von Euch hat auch mit mehreren, vor allem chronischen Erkrankungen, zu kämpfen? Wie geht ihr vor allem mental damit um?
Ich habe neben dem Reflux einen chronischen Bandscheibenvorfall und, seit neuestem diagnostiziert, eine rheumatoide Arthritis. Also alles Erkrankungen die mit zum Teil starken Schmerzen einhergehen. Bisher komme ich damit einfach nicht klar.
Ich hatte schon einmal meine Leidensgeschichte in diesem Forum erzählt. Leider ist der Artikel auch gelöscht. Ich versuche es noch einmal zu beschreiben. Seit ca. 30 Jahren leide ich an Sodbrennen. Zu Anfang nur gelegentlich. Da reichten herkömmliche Mittel, wie z.B.Talcid, aus und das Sodbrennen war erst einmal erledigt. Leider häuften sich die Attacken im Laufe der Jahre und bei einer Magenspiegelung wurde dann eine Gastritis festgestellt. Ich bekam von meinem Arzt das Präparat Nexium verschrieben. Das muss so um 1998 gewesen sein. Der Arzt meinte noch, mit den herkömmlichen Mitteln würde es nicht weggehen. Es wurde auch kein Zeitraum für die Einnahme festgelegt. Ich nahm die Tabletten also blauäugig ein und siehe da, kein Sodbrennen mehr. Ich konnte wieder alles essen und trinken, ohne irgendwelche Probleme. Über Nebenwirkungen machte ich mir zu dem Zeitpunkt keine Gedanken und war nur froh, keine Schmerzen mehr zu haben. Irgendwann versuchte ich die Tabletten abzusetzen und bekam natürlich höllische Probleme mit dem Rebound-Effekt. Daraufhin setzte ich die Einnahme fort. Weder kannte ich dieses Symptom, noch hat mich mein Arzt davor gewarnt. Irgendwann wurde das Präparat dann auf Omeprazol 40mg umgestellt. Im Jahr 2001 wurde bei mir eine Depression mit zusätzlicher Angststörung festgestellt. Ich versuchte zunächst das ohne Medikamente zu bewältigen, schaffte es leider nicht und bekam auch hierfür ein Medikament namens Venlafaxin. Dieses nehme ich auch heute noch. Einige Male habe ich versucht das Venlafaxin auszuschleichen. Leider kamen dann heftige Nebenwirkungen zu Tage. Ein Kribbeln im Bauch- und Brustbereich, sowie in den Armen und Beinen.Ich habe es dann wieder eingenommen und es auf eine Minimaldosis runtergefahren. Damit bin ich die letzten Jahre auch gut zurechtgekommen. Ende 2020 wurde dann noch Bluthochdruck und eine Erweiterung der Aorta festgestellt. Die Erweiterung ist wohl noch im " grünen " Bereich, aber trotzdem fiel ich in ein tiefes Loch. Ich musste das Venlafaxin wieder erhöhen, um wieder einigermaßen zu funktionieren. Ach ja, für den Bluthochdruck muss ich auch eine Tablette einnehmen. Nachdem ich mich Anfang letzten Jahres wieder ganz gut berappelt hatte, wurde mir ein Abteilungswechsel vorgeschlagen. Es hieß, dass es in der Abteilung nicht so stressig für mich sein sollte. Durch Umstrukturierungen und Weggang von Kollegen war es der gegenteilige Fall. Wesentlich stressiger und es hat keinen interessiert, wie es mir ging. Ich entwickelte wieder Magenprobleme und mental ging es mir schlecht. Im Dezember hatte ich dann auch noch einen häuslichen Unfall. Ich rutschte in der Dusche aus und beim Versuch mich abzustützen, durchzog mich ein heftiger Schmerz im oberen Bauch- und Brustbereich. Die Tage danach fühlte es sich im Brust und Rücken wie ein heftiger Muskelkater an.Zeitgleich verstärkte sich mein Reflux. Ich hatte auf einmal Schluckbeschwerden und ein Klossgefühl im Hals. Das Omeprazol half irgendwie nicht mehr richtig. Für Januar 2022 hatte ich glücklicherweise schon länger einen Termin zur Kontroll-Magenspiegelung gemacht. Hier wurde eine Gastritis und eine Entzündung der Speiseröhre festgestellt. Desweiteren wurde auch noch eine axiale Hernie von ca. 2cm festgestellt. Da war ich überrascht. Das hörte ich zum ersten Mal! Ich fragte den Gastroenterologen, ob die Hernie vielleicht durch den Sturz entstanden sein könnte. Dies verneinte er. Er verschrieb mir Pantoprazol 40mg und meinte, das wäre effektiver als Omeprazol. Es half mir leider auch nicht besser. Durch meinen Hausarzt erhielt ich das Medikament Esomeprazol 40mg. Es wirkte auf jeden Fall besser und bei einer Kontrollspiegelung im Mai war die Gastritis nicht mehr feststellbar und die Entzündung in der Speiseröhre nur noch minimal. Zwischenzeitlich hatte ich aber Probleme mit Zungen- und Gaumenbrennen bekommen. Auch beim Einatmen durch den Mund, fühlt es sich so an, als ob man irgendetwas scharfes inhaliert. Ich habe den Gastroenterologen darauf angesprochen, ob es sich hier vielleicht um einen stillen Reflux handelt. Er verneinte dieses sogleich und meinte, dann hätte er irgendeine Reizung im oberen Bereich der Speiseröhre sehen müssen. Ich bin auch schon länger mit dem Loehde- Team in Kontakt und hatte auch schon das telefonische Beratungsgespräch mit Dr. Löhde. Ich wäre jetzt auch im November mit der OP dran, das habe ich nach einem erneuten Telefonat mit Dr. Löhde erst einmal auf Eis gelegt. Ich soll jetzt erst einmal Gaviscon Advance nach jeder Mahlzeit einnehmen. Wenn die Symptome weniger werden, ist es wohl ein stiller Reflux. Ich weiß auch nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich möchte mir nicht auch noch Unmengen von dem Gaviscon reinkippen, zumal ich auch gelesen habe, daß man mit Bluthochdruck da auch vorsichtig sein soll. Aber um jetzt noch einmal auf das Thema zurückzukommen. Es ist bei mir immer eine Gratwanderung. Im Moment bin ich noch krankgeschrieben. Wir hatten alle in der Familie gerade Corona. Eigentlich müsste ich ja total entspannt sein. Bin ich aber nicht wirklich. Ich denke jetzt schon wieder an die nächste Arbeitswoche. Da kommt ja wieder mehr Stress auf und dementsprechend wird es sich auch negativ auf den Reflux auswirken. Ich frage mich oft, warum habe gerade ich so eine komplexe Krankheit, wie diese Reflux-Geschichte. Wenn ich im Bekanntenkreis davon erzähle, komme ich mir manchmal echt idiotisch vor. Die können das gar nicht begreifen und haben so etwas noch nie gehört. Früher war ich in meiner Freizeit sehr aktiv, mittlerweile fühle ich mich oftmals antriebslos. Als ich auf das Forum gestoßen bin, war ich echt erstaunt, wie vielschichtig die Symptome dieser Krankheit sind und was manche Menschen hier schon mitgemacht haben. Anfang November habe ich meinen jährlichen Kontrolltermin beim Kardiologen und hoffe, dass in dem Bereich alles soweit okay ist. Bei mir spielt viel eine Grundangst mit und das ist leider sehr schwer abzustellen. Zum Glück habe ich meine Frau, die mich sehr unterstützt und immer wieder aufrichtet. Ich versuche trotz der Einschränkungen viel in die Natur zu gehen. Das hilft mir meist schon etwas. Ich schaue auch regelmäßig in das Forum. Es ist echt schade, daß die ganzen Beiträge gelöscht wurden.
Ich bin jetzt etwas abgeschweift, ich hoffe aber, das ist okay.
Danke für deine ausführlichen Beschreibungen. Ich erkennen mich darin auch in einigen Dingen. Auch diesen "Grundangst" kenne ich ganz gut. Dadurch werden die Refluxsymptome auch schlechter. Ich denke daher, dass das ganze Refluxthema sehr von der Psyche beeinflusst wird, im Guten, wie auch im Schlechten. Im alten Forum hat mal jemand geschrieben, der eigentlich krassen Raflux hat, dass er im Urlaub quasi symptomfrei sei. Da kann er die "schlimmsten" Dinge trinken und essen. Vielleicht gibt es mal einen psychotherapeutischen Ansatz, was die Refluxkrankheit angeht.
Dass die Leute die Krankheit nicht verstehen, erlebe ich. Selbst meine Verwandten verstehen das nicht so ganz...es ist ja noch nicht lange her, da wurde Sodbrennen und Reflux als "Befindlichkeitskeitsstörung" von der Ärzteschaft eingestuft. Und ich denke, dass viele, gerade die älteren Ärzte immer noch so denken.
Jedenfalls werden deine und andere Beiträge hier Forum nicht mehr gelöscht. Auch bist vor Beleidigungen und ähnlichem geschützt. Falls du Probleme mit dem Forum haben solltest, kannst du dich an die BYC, dem Andre oder mich wenden. Wir helfen umgehend.
Also mir wurde und wird leider bisher von vielen Personen oft Verständnislosigkeit, bezüglich der Refluxbeschwerden, entgegengebracht. Viele Menschen können sich nicht vorstellen beim Essen immer aufpassen zu müssen und unter den bekannten Symptomen zu leiden.
Der Leidensdruck wird sicher auch ziemlich die Psyche beeinflussen, was wiederum Gift für einen Reflux ist. Besonders bei langfristigen Depressionen und die aus meiner Sicht regelmäßige Einnahme von Antidepressiva, fördern eine Refluxerkrankung. Ich habe da schon so einiges durch und meine deshalb auch, dass die entspannende Wirkung eines Antidepressivums sich auch auf den Sphinkter auswirkt. Ich habe die Medikamente deshalb abgesetzt.
Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #5Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Das trifft ja absolut auf meine Medikation zu. Und wenn man einen Arzt darauf anspricht, wird das meistens verharmlost. Bei meiner letzten Kontroll-Magenspiegelung hat der Gastroenterologe tatsächlich bei unserem Nachgespräch handschriftlich in den Befundbericht notiert: „ Beruhigendes Gespräch mit dem Patienten geführt.“ Als ich das hinterher gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weder hat er beruhigend auf mich eingewirkt, noch fühlte ich mich mit meinen Problemen ernst genommen. Es wurde nur ein anderes Präparat verschrieben und Auf Wiedersehen.
Leider zücken die Ärzte heutzutage lieber den Rezeptblock als einem wirklich zu helfen. Und kaum ein Arzt wägt das Risiko der Wechselwirkungen der Medikamente für den Patienten ab.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #5Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Das trifft ja absolut auf meine Medikation zu. Und wenn man einen Arzt darauf anspricht, wird das meistens verharmlost. Bei meiner letzten Kontroll-Magenspiegelung hat der Gastroenterologe tatsächlich bei unserem Nachgespräch handschriftlich in den Befundbericht notiert: Beruhigendes Gespräch mit dem Patienten geführt. Als ich das hinterher gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weder hat er beruhigend auf mich eingewirkt, noch fühlte ich mich mit meinen Problemen ernst genommen. Es wurde nur ein anderes Präparat verschrieben und Auf Wiedersehen.
Ich denke, der Arzt hält dich einfach für einen Psycho. Hab das so ähnlich öfters erlebt. Das Problem ist halt, wer das Leiden nicht selbst hat, wird die Betroffenen nie richtig verstehen.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #5Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Das trifft ja absolut auf meine Medikation zu. Und wenn man einen Arzt darauf anspricht, wird das meistens verharmlost. Bei meiner letzten Kontroll-Magenspiegelung hat der Gastroenterologe tatsächlich bei unserem Nachgespräch handschriftlich in den Befundbericht notiert: „ Beruhigendes Gespräch mit dem Patienten geführt.“ Als ich das hinterher gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weder hat er beruhigend auf mich eingewirkt, noch fühlte ich mich mit meinen Problemen ernst genommen. Es wurde nur ein anderes Präparat verschrieben und Auf Wiedersehen.
Ich denke, der Arzt hält dich einfach für einen Psycho. Hab das so ähnlich öfters erlebt. Das Problem ist halt, wer das Leiden nicht selbst hat, wird die Betroffenen nie richtig verstehen.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #5Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Das trifft ja absolut auf meine Medikation zu. Und wenn man einen Arzt darauf anspricht, wird das meistens verharmlost. Bei meiner letzten Kontroll-Magenspiegelung hat der Gastroenterologe tatsächlich bei unserem Nachgespräch handschriftlich in den Befundbericht notiert: „ Beruhigendes Gespräch mit dem Patienten geführt.“ Als ich das hinterher gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weder hat er beruhigend auf mich eingewirkt, noch fühlte ich mich mit meinen Problemen ernst genommen. Es wurde nur ein anderes Präparat verschrieben und Auf Wiedersehen.
Ich denke, der Arzt hält dich einfach für einen Psycho. Hab das so ähnlich öfters erlebt. Das Problem ist halt, wer das Leiden nicht selbst hat, wird die Betroffenen nie richtig verstehen.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #5Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Das trifft ja absolut auf meine Medikation zu. Und wenn man einen Arzt darauf anspricht, wird das meistens verharmlost. Bei meiner letzten Kontroll-Magenspiegelung hat der Gastroenterologe tatsächlich bei unserem Nachgespräch handschriftlich in den Befundbericht notiert: „ Beruhigendes Gespräch mit dem Patienten geführt.“ Als ich das hinterher gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weder hat er beruhigend auf mich eingewirkt, noch fühlte ich mich mit meinen Problemen ernst genommen. Es wurde nur ein anderes Präparat verschrieben und Auf Wiedersehen.
Ich denke, der Arzt hält dich einfach für einen Psycho. Hab das so ähnlich öfters erlebt. Das Problem ist halt, wer das Leiden nicht selbst hat, wird die Betroffenen nie richtig verstehen.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #5Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Das trifft ja absolut auf meine Medikation zu. Und wenn man einen Arzt darauf anspricht, wird das meistens verharmlost. Bei meiner letzten Kontroll-Magenspiegelung hat der Gastroenterologe tatsächlich bei unserem Nachgespräch handschriftlich in den Befundbericht notiert: „ Beruhigendes Gespräch mit dem Patienten geführt.“ Als ich das hinterher gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weder hat er beruhigend auf mich eingewirkt, noch fühlte ich mich mit meinen Problemen ernst genommen. Es wurde nur ein anderes Präparat verschrieben und Auf Wiedersehen.
Ich denke, der Arzt hält dich einfach für einen Psycho. Hab das so ähnlich öfters erlebt. Das Problem ist halt, wer das Leiden nicht selbst hat, wird die Betroffenen nie richtig verstehen.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #5Psychopharmaka wirken sich definitiv auf den Reflux aus. Aber auch Mittel gegen Bluthochdruck oder manche Prostatamittel, also alles was sich auf dir glatte Muskulatur auswirkt, kann den Reflux verstärken. So habe wenigstens ich das erlebt.
Das trifft ja absolut auf meine Medikation zu. Und wenn man einen Arzt darauf anspricht, wird das meistens verharmlost. Bei meiner letzten Kontroll-Magenspiegelung hat der Gastroenterologe tatsächlich bei unserem Nachgespräch handschriftlich in den Befundbericht notiert: „ Beruhigendes Gespräch mit dem Patienten geführt.“ Als ich das hinterher gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weder hat er beruhigend auf mich eingewirkt, noch fühlte ich mich mit meinen Problemen ernst genommen. Es wurde nur ein anderes Präparat verschrieben und Auf Wiedersehen.
Ich denke, der Arzt hält dich einfach für einen Psycho. Hab das so ähnlich öfters erlebt. Das Problem ist halt, wer das Leiden nicht selbst hat, wird die Betroffenen nie richtig verstehen.
Naja, irgendwie bin ich ja auch ein Psycho. 😉 Aber ich bilde mir das ja nicht ein. Die Symptome sind ja leider nun mal da. Es ist nur traurig, dass ein Facharzt für den Magen nicht weiter über den Tellerrand schaut.
Viele Ärzte verwechseln hier Ursache und Wirkung. Der Reflux kann, vor allem wegen der Chronifizierung, psychisch krank machen. Und wer psychisch angeknackst ist, der empfindet oft die Symptome des Refluxes stärker, und das geht dann wieder auf die Psyche, usw. Ein Teufelskreis. Ich denke, dass hier Psychopharmaka nur bedingt helfen, da viele den Reflux verstärken können.
Ich nehme zZ Clonazepam, aber weniger wegen der Psyche, sondern weil es sich beruhigend auf das Zungenbrennen und entspannend auf die Achalasie auswirkt. Clonazepam ist ein Benzodiazepin, aber wirkt nur sehr gering dämpfend auf das Bewusstsein.
Kommt auf dem Menschen und das Präparat an. Lorazepam macht zB schnell hochgradig abhängig mit harten Entzugserscheinungen. Das Clonazepam wirkt weniger auf das Bewusstsein, daher sollten die Absetzungserscheinungen relativ mild sein. Aber es hilft mir, ohne Dosissteigerung.
Jedenfalls sollte man sich diese Medikamente nur von Fachärzten verschreiben lassen. Ich habe das Glück, dass mein Hausarzt auch Psychiater ist.
Zitat von Gretsch im Beitrag #9Konntest Du die Psycho-Tabletten einfach so absetzen, ohne Nebenwirkungen? Und wie geht’s Dir ohne?
Sorry, ich komme mit der Zitat-Funktion manchmal nicht zurecht. Die Frage sollte an Hansdampf gehen.
Einfach absetzen funktioniert nur wenn man sie nur für eine kurze Zeit eingenommen hat. Ansonsten muss man Antidepressiva langfristig ausschleichen. Das habe ich in ganz kleinen Schritten gemacht. Hat fast ein halbes Jahr gedauert. Ich habe vor zwei Monaten nochmal mit einem anderen Medikament angefangen, es aber nach 14 Tagen wieder abgesetzt. Ich hatte das Empfinden, der Reflux verstärkte sich dadurch. Im Moment geht es mir psychisch einigermaßen. Allerdings richtet sich meine ganze Aufmerksamkeit auf die Refluxbeschwerden, was auch wieder nicht gut ist und Stress und Schlafstörungen verursacht.
Daher halte ich eine kognitive Verhaltenstherapie für zielführender, um den Fokus von der Krankheit wegzubekommen. Nur sind diese Therapeuten total überlaufen.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #15Daher halte ich eine kognitive Verhaltenstherapie für zielführender, um den Fokus von der Krankheit wegzubekommen. Nur sind diese Therapeuten total überlaufen.
Ja, das ist ein großes Problem mit den Therapeuten. Bei mir in der Region gibt es nicht mal ein Warteliste. Man wird einfach abgebügelt oder oftmals erreicht man nur den AB. Seitdem ich diesen stillen Reflux habe, geht’s mir psychisch auch wieder richtig schlecht. Wache morgens um 5.00 Uhr auf und kann nicht mehr einschlafen. Die Gedanken kreisen nur noch um diese Krankheit.
Ja, kenn ich ganz gut. Der LPR ist so ziemlich das Widerlichste, was man sich vorstellen kann.
Mit den Therapeuten ist es bei mir auch ähnlich. Gerade die Verhaltenstherapeuten sind total überlaufen. Eine andere Therapieform wirkt hier leider nicht. Ausser die Privaten. Aber die kosten sehr viel Geld, was ich nicht habe.
Zitat von Katzendompteur im Beitrag #11Clonazepam ist ein Benzodiazepin
Machen die Benzos nicht hochgradig abhängig?
Davon kann ich ein Lied singen, Markus. Ich wurde in 2014 hochgradig abhängig von diesem Zeug, das eindeutig Suchcharakter hat. Ein Freund empfahl mir Lorazepam 1mg pro Tag. Mir ging es trotzdem immer schlechter, bis ich auf 8 mg pro Tag kam. Ursache meiner psychischen Beschwerden waren aber Schicksalsschläge, und die hatten nichts mit meiner Refluxkrankheit direkt zu tun.
Neben den ohnehin angeordneten Psychotherapien (aufgrund meiner unglaubwürdigen Symptomatik "Herzrhythmusstörungen beim Essen", die niemand ernst nahm) sollte dieser Wirkstoff ausgeschlichen werden, was in drei stationären Aufenthalten nur bedingt gelang. Geblieben sind bis zur letzten Therapie im Jahre 2019 immer noch 2 mg Lorazepam pro Tag (Handelsname: Tavor). Am Ende dieser Therapie Ende Februar 2019 konnte die Dosis auf nur noch 1 mg/Tag reduziert werden. Mittlerweile wog ich nur noch 56 Kg.
Das letzte Milligramm konnte ich dann Zuhause eines Tages absetzen, als ich deren Einnahme vergaß. Ich erinnere mich noch sehr gut an den 1. März 2019, dem Tag meiner "Befreiung".
Ein Medikamentenentzug ist schlimmer als Alkoholentzug, obwohl der Wille, das Zeug loszuwerden, vorhanden war. Die Entzugserscheinungen sind - untertrieben gesagt - GRAUSAM, ich wünsche sie niemandem! Jeden Tag Tachykardien, Herzrhythmusstörungen im Dauerfeuer rund um die Uhr, Gliederschmerzen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und das Verlangen, immer und immer wieder das Gift einnehmen zu müssen.
Daher habe ich mich mal hier in diese Diskussion eingemischt. Finger weg von Benzodiazepinen, wenn man die Dosierung nicht auf ein Minimum herunterschrauben kann. Gelegentlich mal eine Pille, kein Problem, aber niemals regelmäßig in größeren Mengen! Im übrigen bekam ich in dem genannten Zeitraum auch Probleme mit der Ausstellung von Rezepten für dieses Gift, kein Arzt war noch dazu bereit, meine Sucht zu unterstützen, ich habe die Dinger dann über ein blaues Rezept selbst bezahlen müssen.
Ohne Entgiftung wurde ich auch nicht mehr in einer stationären Einrichtung zur Psychotherapie später aufgenommen, ich musste da durch und kam mir vor wie ein Junkie. Heute komme ich problemlos ohne Benzodiazepine aus. Einige Pillen liegen noch auf einem kleinen Tisch, womit ich mich selbst teste, ob ich standhaft bleibe. Das Verlangen ist gänzlich verschwunden.
Aber Lorazepam wirkt enorm beruhigend, wenn man beispielsweise Herzrasen bekommt oder Unruhe verspürt. Auf diese Situationen aber bin ich gut vorbereitet worden, u.a. anhand von Entspannungstechniken, die bei mir gut funktionieren.
- Herzrhythmusstörungen (keine Herzinsuffizienz) als Symptomatik von Ende 1999 bis 2022; - Erfolgreich operiert am 22.07.2022 nach dem Löhde-Verfahren; - In der Bauchspiegelung wurde eine 6 cm große Hernie sowie ein Thoraxmagen lokalisiert. - Seit dem 8. März 2023, dem Tag meiner Covid 19-Infektion, ziehen sich meine Beschwerden zurück; - Rückfall seit Anfang April 2023, einhergehend mit Blutdruck-Entgleisungen, Herzrasen und HRS; - Rezidiv nach Ausklingen der Corona-Infektion und Planung eines Korrektureingriffs - Zweite OP am 22.02.2024 mit folgender Diagnose: - kleine, symptomatische Rezidiv- Hiatus Hernie mit Einklemmung von Omentum paraoesophageal - leichte HRS und Schluckbeschwerden noch vorhanden aufgrund des Heilungsprozesses - Seit 10. Mai 2024 quält mich eine hartnäckige Gastritis mit massiven HRS etc. - Gastroskopie fand am 24.07.2024 statt, Ergebnis: Schleimhaut-Erythem, H-Pyloribefund negativ - Seit Mitte Oktober 2024 zunehmende Stabilität beim Essen, aber noch leichte Schluckbeschwerden
Lorazepam ist auch so der ziemlich härteste "Stoff", da er sehr schnell anflutet und deswegen ein High erzeugen kann. Daher wird Lorazepam eigentlich nur in Notfällen oder bei OP-Vorbereitungen verwendet. 8mg ist auch ziemlich viel, wow. Das Clonazepam nehm ich nur, weil es kaum auf das Bewusstsein einwirkt. Es wirkt schmerzstillend auf mein Zungenbrennen und entspannend auf meine Achalasie. Ich werde hier auch von einem Facharzt betreut.
Also total auf "Hände weg" kann ich bei Benzos nicht plädieren, aber ich verstehe schon, warum du so eingestellt bist.
Ich habe auch mehrere Baustellen. 1999 hatte ich meinen ersten Bandscheibenvorfall mit anschließender Op, auf L5/S1. 2013 den nächsten, genau an der gleichen Stelle. Bin drei Wochen mit dem akuten Vorfall rum gelaufen und ohne Morphin ging gar nichts. Die Schmerzen wünsche ich niemanden. Bin dann damit in ein Orthopädisches KH gekommen und wurde konventionell behandelt, mit Nervenumspülung und sakraler Infiltration und KG. 2014 habe ich mir bei einem Reitunfall alle Bänder im rechten Knie geschrottet, das Wadenbein und das Schienbein gebrochen. Ich habe jetzt künstliche Bänder im Knie und das macht oft auch Schmerzen. 2016 hatte ich dann meinen 3 Bandscheibenvorfall, wieder mit Op, dieses kal Höhe L4/5. Ausfallerscheinungen, Kribbeln und Missempfindungen in den Beinen und das Schlimmste sind die einschießenden Nervenschmerzen. Jetzt geht es in der HWS weiter. Arthrose und Verschleiß an den Halswirbel und Bandscheiben Vorwölbungen. Beschwerden. Nächtliches Aufwachen mit rasenden Kopfschmerzen und dann ist die Nacht vorbei, weil ich dann nicht mehr weiß, wie ich den Kopf legen soll um diesen pochenden Schmerz zu entgehen, der sich vom Nacken her über den Hinterkopf bis zu den Augen ausbreitet. Das wird dann als nächstes angegangen werden müssen. Bis jetzt wollte mir jeder Arzt nur Geld für Therapie abknöpfen. Dann leide ich an Fibromyralgie,Nervenenden Rheuma. Kriegen oft Frauen. Meine Psyche leidet auch darunter und ich habe Citalopram eingenommen, was mich aber total aus den Schuhen gehauen hat. Nachdem mein Sohn(19) Asperger Autist) im Verkehrs Kreisel angefahren wurde, habe ich noch Angstzustände und Panikattacken dazugekommen. Immer Angst, es könnte was passieren. Da ich eh schon immer ein Charakter war, der leicht panisch wird, wenn unvorstellbar etwas passiert, werd ich kopflos und würde mich am liebsten verkriechen. Ich neige auch dazu mir die schlimmsten Dinge auszumalen die passieren könnten. Darum war Berlin, mit Zug und übernachten,ich ganz allein eine sehr große Herausforderung für mich und kostet mich jetzt umso mehr Überwindung, das noch mal in Angriff zu nehmen. Aber, thats me! Ich arbeite dran, positiver durchs Leben zu gehen. Weil da wohl glaube ich was dran ist, wenn man nur negativ denkt, auch negatives anzieht. Aber, nun ja, ich bin mal ein sehr positiver Mensch gewesen und durch viele Tiefschläge so geworden.
Das ist die erste und letzte Verwarnung, danach wirst Du Kommentarlos gelöscht
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